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Sonntag, 11. Dezember 2011

Runde Hühnerklappe mit kleiner Treppe, 1902

Aus: Praktischer Wegweiser. Für jede Familie in Stadt und Land. 10. Jg. (1902), Nr. 34, S. 269.

Quelle: Sammlung Nordsplitter.

Samstag, 10. Dezember 2011

Hühnerstallboden zum Herunterklappen mit Treppenaufgang

Aus: Praktischer Wegweiser. Für jede Familie in Stadt und Land. 10. Jg. (1902), Nr. 15, S. 117.

Quelle: Sammlung Nordsplitter.

Samstag, 3. Dezember 2011

Niedersächsisches Bauernhaus mit Hühnerleiter

Die genaue Durchsicht von Wilhelm Peßlers Niedersächsischer Volkskunde (1) ergab einen Hühnerleiter-Treffer, allerdings in bescheidener Qualität. Immerhin zeigen die Bilder einen für diesen Haustyp bereits bekannten Ort, zu dem die Hühnerleiter führt: die Hille, den dreiecksförmigen Raum oberhalb der Kübbungen.

Niedersächsisches Bauernhaus in Vahrenwald bei Hannover. Aus: Wilhelm Peßler: Niedersächsische Volkskunde. 2. Auflage, Hannover : Verlag Theodor Schulze's Buchhandlung 1922, Tafel 3.


 Zur Hille als Ort (nicht nur) für das Federvieh schreibt Eduard Kück (2):

Nämlich der Raum auf beiden Seiten der Diele oberhalb der Ställe, den seitwärts ein Teil des Daches und oben das Ende der Querbalken begrenzte, hieß de Hill (mnd. hilde). Hier, up de Hill, stand das geschüttete Dachstroh, lagen Heideplaggen mit Moorerde (Schuppen), die, getrocknet, ein gutes Feuer gaben, und für die Milchkühe bestimmtes Heu, hier hockten auf Sitzstangen, dem Wiemen, die Hühner; an den Balken standen und hingen Strohnester und alte Bienenkörbe, in die die Hühner legten. (S. 212)

Und etwas später:

Die Hühner, etwa 70-80 auf einem Hofe, hatten früher über den Viehställen ihren Platz (S. 212); erst allmählich legte man, gewöhnlich in der Nähe der Großen Tür, einen besonderen Hühnerstall (Höhner-kawen) an. (S. 244)

Zur Verdeutlichung, wo genau sich die Hille befand, nochmals eine Abbildung aus Peßler (1) mit von mir farblich hervorgehobenen Hillen:

Peßler (s.o.), S. 81.

(1) Wilhelm Peßler: Niedersächsische Volkskunde. 2. Auflage, Hannover : Verlag Theodor Schulze's Buchhandlung 1922.
(2) Eduard Kück: Das alte Bauernleben der Lüneburger Heide. Studien zur niedersächsischen Volkskunde, in Verbindung mit dem Deutschen Verein für ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege. Leipzig : Verlag von Theod. Thomas 1906 [Neudruck Hildesheim : Gerstenberg Verlag 1982].

Dienstag, 13. September 2011

Literatursplitter :: Bose 1798

"Der Hühnerstall muß vor Kälte und Hitze, auch sonst fest und wohl verwahret seyn, damit kein Raubthier, als Marder, Iltis, Wiesel oder keine Eule hinein komme, welche sonst in einer Nacht alle Hühner, die ihnen ein Leckerbissen sind, umbringen., Inwendig muß er reinlich gehalten werden, sowohl auf dem Fußboden, als an den Wänden, Stangen und Nestern; er muß mit Nestern zum Legen und Brüten, auch mit Stangen versehen seyn, damit die Hühner, welche gern hoch sitzend schlafen, darauf ihre Ruhestätte finden. Man thut wohl, ihn in der Höhe, am liebsten in einem Kuh- oder Pferdestall anzulegen, weil daselbst allemahl der rechte Grad von Wärme und Kälte für die Hühner seyn wird; dieser muß zwar mit einer Thüre versehen seyn, die in den großen Stall gehet, worinnen er sich befindet, damit die Menschen dahinein steigen können, diese muß aber den Hühnern verschlossen seyn, und sie zu ihrem Ein- und Ausgange ein an der Seite des Hofes angebrachtes Flugloch haben, welches unten mit einer Treppe versehen, die von den Flugloche in einer schrägen Richtung bis herunter auf den Hof gehet. Wenn Abends alle Hühner in dem Stalle, worauf man wohl Achtung zu geben hat, so wird dieses Flugloch zugemacht, damit nicht ein Hühner Feind durch dasselbe hinein dringe, und diese ermorde, welches ebenfalls denjenigen leicht widerfahren kann, die aus Nachläßigkeit ihrer Wärterin einzulassen vergessen werden, und daher ihr Nachtlager auf den Bäumen oder andern hohen Orten im Freyen suchen müssen."

Carl Adam Heinrich Bose: Hand-Buch der praktischen Landwirthschaft, allen Liebhabern derselben zugeeignet. Zweyter Band. Den Wiesewachs und die Viehzucht enthaltend. Leipzig : Wilhelm Rein 1798, S. 371 f. (Quelle)

Literatursplitter :: Buchoz 1785

 In diesem frühen Fachwerk zur Hühnerhaltung, aus dem Französischen, werden zwei Arten von Hühnerleitern genannt: die von außen in den Stall und die innen zu erhöhten Sitzstangen führenden.

"Man kann bey dem grossen Hühnerstall, noch zwey ober drey andere anhängen, die mit einander Gemeinschaft haben, damit die Hühner die Wahl haben, denjenigen auszusuchen, der ihnen am besten gefällt, und damit sie den Schnabelhieben derjenigen ausweichen können, die ihnen den Krieg machen könnten, wenn sie zusammen auffliegen wollten. Die Hühnerställe müssen jeder ein kleines Fenster haben , welches mit einem eisernen Gitter versehen ist, oder vor dem kleine Stöcke ineinander geflochten sind, um dem Federvieh Licht zu schaffen, und doch ihren feindlichen Thieren den Eingang zu verwehren. Das Inwendige des Hühnerstalls muß mit grossen viereckigten Stöcken oder Hühnerstangen versehen seyn, damit die Hühner sich desto besser darauf halten können; denn die Henne krümmet ihre Klauen nicht, um sich auf ihrem Nachtsitze zu halten, wie die andern Geflügel zu thun pflegen. Diese Stangen oder Hühnerbetten müssen an beyden Seiten an der Mauer besestiget seyn, und man muß sie so unterstützen, daß sie fest sind. Sie müssen zum wenigsten anderthalb Fuß von der Erde erhoben seyn, damit sie allezeit ohne grosse Mühe darauf fliegen können, weil solches sonst leicht verursachen könnte, daß sie ihre Eyer zerbrechen; wenn man etwa nicht anders könnte, als die Stangen höher zu machen, so müßte man eine Art von Leiter dabey anlegen, um den Hühnern das Heraufkommen zu erleichtern; man muß alsdenn auch eine Leiter von aussen, an der Thüre eines jeden Hühnerstalls anlegen, um den Hühnern den Eingang zu erleichtern, wenn sie legen oder sich aufsetzen wollen. An beyden Seiten des Hühnerstalls, an den Seiten der Stange, müssen Körbe in der Mauer angebracht, oder doch daran besestiget seyn, damit die Hühner desto leichter darein kommen können, wenn sie darein legen wollen. Man versieht diese Körbe gemeiniglich mit Stroh, damit die Hühner ihre Bequemlichkeit darinn haben, und sie ihre Eyer nicht zerbrechen, wenn sie legen; das Heu aber ist weicher, und vielleicht den Flöhen und andern Gewürme nicht so ausgesetzt."

Des Herrn Buchoz ökonomisch-physikalische Abhandlung vom Federvieh, welches zum Vergnügen in Vorhöfen und Vorwerken pflegt gehalten zu werden. Als ein Unterricht dieses Geflügel zu erziehen, zu erhalten, zu vermehren, zu füttern und in der Hauswirthschaft zu benutzen. Aus dem Französischen übersetzt von J. W. Consbruch. Als ein Supplement zu Bueffons Naturgeschichte. Wien : gedruckt bei Johann Thomas Edlen von Trattnern 1785, S. 63 f. (Quelle)

Sonntag, 11. September 2011

Hühnertreppe mit Podest aus einem Fachbuch von 1928

Aus dem Kapitel Stallbau des 1928 erschienenen Werkes "Wirtschafts-Geflügelzucht und -haltung". Im Text wird auf die Hühnertreppe kein Bezug genommen, es geht um die Stärke des Fundamentes auf hängigem Gelände.

Abb. aus: Römer, Richard; Weinmiller, Lothar (Hg.): Wirtschaftsgeflügelzucht und -Haltung. Lehr- und Lernbuch für jedermann. Stuttgart : Ulmer 1928, S. 127.

Freitag, 2. September 2011

Literatursplitter :: Weidenkeller 1838

"Auch muß jeder Hühnerstall ein gehöriges Flugloch besitzen, zu welchem in und außer dem Stalle eine Hühnertreppe führt."

Johann Jakob Weidenkeller: Katechismus der Landwirthschaftslehre für alle Zweige der Landwirthschaft zum Gebrauch für Landwirthschafts-Schulen und zur eignen Belehrung für angehende Oekonomen. II. Band, I. Heft, Nürnberg : Bauer und Raspe (Julius Merz) 1838, S. 251. (Quelle)